So treibt die Cloud das goldene Zeitalter der Biowissenschafts-Startups voran


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Dank digitalen Innovationen wie der Cloud-Technologie gibt es keinen besseren Zeitpunkt, um sich als Startup in den Biowissenschaften eine behördliche Zulassung zu holen. Nehmen wir als Beispiel den kürzlichen regulatorischen Erfolg des Medizingeräte-Entwicklers BraveHeart Wireless Inc.

Am 19. Juni 2019 erhielt das Startup die Freigabe der U.S. Food and Drug Administration (FDA) für sein BraveHeart „Life Sensor“ Herzüberwachungssystem, ein Medizingerät der Klasse II mit einem selbstklebendem biometrischen Wearable, das auf der Haut des Patienten in Herznähe angebracht wird. Der integrierte Sensor des Einmalaufklebers erfasst den Puls und die EKG-Daten des Patienten und überträgt diese drahtlos per Bluetooth Low Energy (BLE) an ein IoT-Gateway (Internet of Things), damit diese in Echtzeit von Gesundheitsdienstleistern überwacht werden können.

Gründer und CEO Steve McCalmon beschrieb die Zulassung von der FDA für BraveHeart als „größer als großartig“. „Als Unternehmer möchte man die Dinge immer schneller, besser und pünktlicher“, sagte er. „Doch was wir in einer kurzen Zeit erreicht haben, ist wirklich beeindruckend.“

Durch die Erlangung der 510(k) Freigabe für ein fortschrittliches Medizingerät nur zwei Jahre nach Gründung des Unternehmens ist BraveHeart ein leuchtendes Beispiel für ein Startup mit frühem Erfolg durch eine Digital-First-Denkweise und die Nutzung modernster Cloud-Technologien.

Cloudbasierte Tools für ein cloudabhängiges Produkt

Das hochmoderne Monitoring-System des Medizingeräte-Unternehmens stützt sich auf eine cloudbasierte RESTful API und eine modulare Hardware-Plattform – Technologie, die dem Unternehmen merkliche Effizienzgewinne und klare Vorteile gegenüber vielen Platzhirschen in den Biowissenschaften gebracht hat, welche sich aufgrund von Digitalisierungsängsten der Cloud bisher nur zögerlich genähert haben.

Doch Cloud-Technologie ist nicht nur ein kritischer Bestandteil des Monitoring-Systems von BraveHeart – sie war auch essenziell für den schnellen regulatorischen Erfolg des Unternehmens.

Wohl wissend, dass ein neues Medizingerät strenge regulatorische Anforderungen erfüllen muss, um eine Zulassung von der FDA zu erhalten, suchten die proaktiv denkenden und gleichzeitig ressourcenbewussten Führungskräfte des Unternehmens ab dem ersten Tag nach einer vollständig digitalen, cloudbasierten Lösung, um die Qualitäts- und Compliance-Prozesse zu optimieren.

„Während man wächst, muss man sicherstellen, dass die nötigen Compliance-Systeme vorhanden sind, um eine Skalierung zu unterstützen“, sagte Ted McAleer, BraveHeart Vice President of Business Development.

 

Mit soliden Produkten und Geschäftsplänen entschied sich BraveHeart für die schlüsselfertige Lösung MasterControl Spark, die genau darauf ausgelegt ist, das Qualitäts- und Compliance-Management für kleine Unternehmen zu straffen, die in regulierten Branchen tätig sind. Dass BraveHeart von Anfang an auf ein digitales System setzte, verschaffte dem Startup einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Biowissenschaftsunternehmen, die in Papierprozesse verstrickt sind.

„Wir wissen gar nicht, wie der Papierprozess aussieht, denn wir haben ihn ja nie implementiert“, sagte McAleer. „All unsere Kontrollen, Richtlinien und Verfahren sowie sämtliche zugehörige Dokumentation waren ab dem ersten Tag digital.“

Eine vorkonfigurierte cloudbasierte Lösung ist die schnellste und effizienteste Option für Unternehmen, die ihre Prozesse automatisieren und Mitarbeiter mit den Systemen verbinden möchten, die sie für ihre Aufgaben brauchen.

„Die Cloud bedeutet schneller zur digitalen Umgebung“, sagte MasterControl Executive Vice President Matt Lowe. „Lokale Systeminstallation und -konfiguration kostet eine Menge Zeit und IT-Personalressourcen – in der Cloud können wir den Prozess viel schneller zum Laufen bringen.“

Cloud + Startup = das perfekte Paar

Startups und Cloud-Lösungen sind der Grundstock der Biowissenschaften. Cloudbasierte Software ist ideal für kleinere Unternehmen in den Biowissenschaften und ähnlichen regulierten Umgebungen, denn so braucht man kein IT-Personal vor Ort oder dedizierte Server mehr. Mit der Cloud können Startups das Personalaufgebot und die Probleme minimieren und qualifizierte Mitarbeiter von Kleinarbeit befreien, damit diese sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können.

„Wir haben eine Menge mit nur wenigen Menschen erreicht und uns damit auch gezwungen, das zu vervielfachen, was wir tun“, sagte McCalmont. „Andere Unternehmen haben ganze Teams für das, was bei uns ein Mitarbeiter erledigt.“

Zudem hat sich inzwischen gezeigt, dass die vermeintlich geringere Sicherheit von Cloud-Umgebungen gegenüber lokalen Umgebungen – ein weit verbreiteter Irrglaube unter Compliance-bewussten Unternehmen – eben nicht gegeben ist, sondern sogar das Gegenteil zutrifft. Ein zuverlässiger Cloud-Anbieter hat viel mehr Möglichkeiten, Sicherheitsprobleme am Ursprung anzupacken, da sie dedizierte Experten beschäftigen, die für das Monitoring der Bedrohungslandschaft für eine einzige Anwendung und die Aktualisierung ihrer Sicherheitsparameter zuständig sind. Ein Startup hat dagegen nur begrenzte IT-Ressourcen und kann oft nur wenig mehr tun als einen allgemeinen Hauch von Sicherheit für alle Anwendungen im Unternehmen bereitzustellen.

„Wenn Sie 1 Milliarde $ in Ihr Cybersicherheitsprogramm investiert haben, ist Ihr Netzwerk vermutlich ziemlich sicher“, sagte Cloud-Experte Kieran Norton von Deloitte Risk and Financial Advisory..1 „Wenn dieses Geld jedoch nicht verfügbar ist, gibt es Cloud-Anbieter, die mehr Ressourcen, Technologie und F&E für den Aufbau dieser Grundinfrastruktur und deren Absicherung bereitstellen können, damit sie so genutzt werden kann, wie es ein Unternehmen allein niemals könnte.“

Trotzdem ist erweiterte Datensicherheit vielleicht noch nicht einmal das Beste, was die Cloud zu bieten hat.

„Die Daten sind nicht nur sicher in der Cloud, sondern auch über Regionen, Mitarbeiter und Abteilungen hinweg in Echtzeit zugänglich“, sagte Lowe. „Das liefert den größten Vorteil – die Nutzung von Big Data, wo alle Daten vorhanden und vernetzt sind. In dieser Umgebung können Unternehmen Trends erkennen, Prognosen anstellen, nachvollziehen, wie sich Qualitätsvorfälle verhindern lassen und ihre Zeit effizienter nutzen.“

Dank der Cloud können die Teams von BraveHeart effektiver zusammenarbeiten und allen Beteiligten Zugang zu den benötigten kritischen Informationen bereitstellen, wo und wann sie auch gebraucht werden. „Die Arbeit in der Cloud unterstützt uns bei gemeinsamen Iterationen mit Leuten in anderen Büros und Beratern“, sagte McAleer.

Cloud-Fieber ist ansteckend

Während Aufsteiger-Unternehmen wie BraveHeart weiter Erfolge verzeichnen, migrieren immer mehr Biowissenschaftsunternehmen zu bewährten Cloud-Lösungen, damit sie nicht hinter ihre Cloud-gestützten Konkurrenten zurückfallen. Die Branche schließt langsam zum Rest der Wirtschaftswelt auf, wo bereits 77 % der Unternehmen nach eigenen Angaben eine Anwendung oder einen Teil ihrer Recheninfrastruktur in der Cloud betreiben.2

Die Verbreitung der Cloud zeigt auch keine Verlangsamung. Weltweit soll der Dienstleistungsmarkt für Public Clouds laut Prognosen von Gartner von 182,4 Mrd. $ im Jahr 2018 auf 331,2 Mrd. $ anwachsen.3

Technologie verändert die Biowissenschaften weiterhin rasant und Startups sind gut damit beraten, den Erfolgsgeschichten wie der von BraveHeart zu folgen: von Anfang an digitalisieren und schnellstmöglich in die Cloud wechseln.

Erfahren Sie mehr über die zahlreichen Vorteile von Cloud-Technologie und die transformative Kraft der Digitalisierung in der MasterControlArchitektur für Veränderung: Entscheidung für einen Plattform-AnsatzKurzübersicht.



Referenzen
:

1. “Cloud-Sicherheitsmythen auf dem Prüfstand, Architecting the Cloud, Teil des On Cloud Podcast, 1. Mai 2019.

2. “State Of Enterprise Cloud Computing, 2018, von Louis Columbus, Forbes, 30. Aug. 2018.

3. “Public Cloud Soaring To $331B By 2022 According To Gartner, von Louis Columbus, Forbes, 7. Apr. 2019.


 

2019-bl-author-james-jardineJames Jardine ist Marketing Content Writer bei MasterControl Inc. Er hat über ein Jahrzehnt lang biowissenschaftliche, technologische und regulatorische Fragen behandelt und hat einen Journalismus-Bachelor-Abschluss der University of Utah.