3 Trends in der personalisierten Medizin im Jahr 2020


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Das Konzept der personalisierten Medizin ist schon immer das Ziel von medizinischen Fachkräften gewesen. Aber erst dank der jüngsten technologischen Fortschritte ist dieses Ziel nun tatsächlich erreichbar. Durch die Entschlüsselung des menschlichen Genoms, 3D-Druck, künstliche Intelligenz und fortschrittliche Scanning-Technologien ist diese Idee in der Medizin in den Vordergrund gerückt. Für Unternehmen aus den Bereichen Pharmakologie und Medizintechnik gibt es jetzt einen neuen Trendüberblick,  der sich mit drei Trends für das Jahr 2020 befasst.

1. Anregungen aus anderen Branchen

Seit Jahren werden Arzneimittel und medizinische Geräte im Grunde für die breite Masse hergestellt — mit einigen Ausnahmen wie zusammengesetzte Arzneimittel. Die Maßanfertigung dieser Produkte stellt Unternehmen aus den Bereichen Pharmakologie und Medizintechnik vor Herausforderungen. Eine Möglichkeit zur Überwindung dieser Herausforderungen für Unternehmen aus dem Bereich der Biowissenschaften ist, sich ein Beispiel an kommerziellen Herstellern zu nehmen, die bereits seit Jahrzehnten Erfahrungen bei der Massenanpassung gesammelt haben.

In den meisten Branchen erwarten Kunden zumindest ein paar Optionen zur Personalisierung. Autos, Laufschuhe, Handyhüllen — praktisch alles kann individuell angepasst werden. Unternehmen im Bereich der Biowissenschaften folgen diesem Trend und nutzen andere Hersteller als Orientierungshilfe für ihren Anpassungsprozess. Vor allem ist dies dank der Digitalisierung und Automatisierung möglich, da diese beiden Aspekte dazu beitragen, dass Prototypen schneller erstellt und so Produkte in einer geringeren Menge hergestellt werden können.1

2. Kleine Pharmaunternehmen mit Vorteilen gegenüber großen Konzernen

 

Größer bedeutet nicht immer besser. Bei Unternehmen aus den Bereichen Pharmakologie und Medizintechnik wird dies besonders deutlich. Ein großer Pharmakonzern (oder ein großes Unternehmen, das medizinische Geräte herstellt) verdankt seine Größe seinem enormen Umsatz und der hohen Anzahl hergestellter Arzneimittel. Auf den ersten Blick scheint dies ein Vorteil zu sein. Aber der Markt für personalisierte Medizin eignet sich besonders auch für kleine, agile Unternehmen.

Ein Vorteil kleiner Unternehmen oder Start-ups ist, dass bei ihnen kein digitaler Wandel erforderlich ist, da sie ohnehin schon von Anfang an digital sind. Hier zeigt sich die Offenheit für neue Technologien — eine Eigenschaft, die für Start-ups sehr typisch ist. Durch den Einsatz von Technologie ist ein kleines Unternehmen besser in der Lage, personalisierte Behandlungen anzubieten. Wenn sie Lösungen wie MasterControl Manufacturing Excellence™ für ihre Fertigungslinie einsetzen, können sie durch die Automatisierung manueller Prozesse Zeit sparen. Diese so gewonnene Zeit kann dann zur Innovation und Qualitätsverbesserung verwendet werden.

3. Mit Vor-Ort-Fertigung die Fertigung zu den Patienten bringen

Bei der personalisierten Medizin ist es wichtig, Technologien einzusetzen, durch die Papier aus dem Prozess eliminiert werden kann. Ein weiterer entscheidender Punkt, den es zu berücksichtigen gilt, ist der 3D-Druck. Unter Vor-Ort-Fertigung versteht man die Herstellung in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder in der Apotheke — eben direkt an dem Ort, wo das Arzneimittel oder das medizinische Gerät unmittelbar verwendet wird. Zu den gängigsten Beispielen gehören dabei, dass Patienten ein medizinisches Gerät benötigen, das vollständig an ihre Physiologie angepasst ist, oder dass Chirurgen ein 3D-Modell des zu operierenden Körperteils von Patienten genau untersuchen müssen.

Die Pharmaindustrie bleibt bei diesem Trend jedoch nicht außen vor. Das Alder Hey Children's Hospital im Vereinigten Königreich stellt unter Einsatz von 3D-Druck Pharmazeutika im Miniaturformat her.2 Da die meisten Arzneimittel für Erwachsene hergestellt werden, müssen Tabletten für Kinder halbiert, geviertelt oder in einigen Fällen in noch kleinere Stücke aufgeteilt werden. Ein solches Vorgehen ist nicht wirklich präzise und kann zu Komplikationen führen, wenn dem Kind zu viel oder zu wenig verabreicht wird. Dank des 3D-Drucks erhalten Kinder die genaue Dosierung ihres Arzneimittels.

Abschluss

Die personalisierte Medizin wird durch Technologie möglich gemacht. Es dürfte also kein Wunder sein, dass Branchentrends dies auch widerspiegeln. Um von diesen neuen Technologien Gebrauch machen zu können, muss ein Unternehmen im Bereich der Pharmakologie oder Medizintechnik eine fortschrittliche Plattform einsetzen.Die Zukunft ist papierlos. Deshalb müssen Unternehmen, die die personalisierte Medizin ins Auge gefasst haben, auch papierlos sein.

Wenn Sie mehr über diese Trends und die Zukunft der personalisierten Medizin erfahren möchten, dann laden Sie den Trendüberblick herunter: hier.




Quellen

  1. Holt, Vicki. „Five Expert Insights into Digital Manufacturing and Mass Customization.“ 19. Juli 2018. Abgerufen von https://www.industryweek.com/technology-and-iiot/article/22025978/five-expert-insights-into-digital-manufacturing-and-mass-customization
  2. Alder Hey Children’s Hospital. „3D printed pills could enable doctors to tailor medication for children.“ 1. August 2018. Abgerufen von https://alderhey.nhs.uk/contact-us/press-office/latest-news/3d-printed-pills-could-enable-doctors-tailor-medication-children



2019-bl-author-sarah-bealeSarah Beale ist Content Marketing Specialist bei MasterControl in Salt Lake City. Dort schreibt sie White Papers und Website-Landingpages sowie oft auch Beiträge für den Unternehmensblog GxP Lifeline. Ihre Fachgebiete sind Nutrazeutika, Cannabis und die Lebensmittelbranche. Bereits seit mehr als fünf Jahren schreibt sie zu den Themen Biowissenschaften und Gesundheitswesen. Vor ihrer Tätigkeit bei MasterControl arbeitete sie bei einem Nutrazeutika-Unternehmen in Salt Lake City. Davor war sie bei einem Gesundheitsunternehmen in Chicago beschäftigt. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Englisch von der Brigham Young University sowie einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaft von der DeVry University. 


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