Wie Sie Mängel am Qualitätssystem Ihres Lieferanten erkennen

Sep 5, 2017, 18:25 by von David R. Butcher, Marketing Communications, MasterControl
Mithilfe einer komplexen globalen Lieferkette mit strengen Qualitäts- und Konformitätsanforderungen an nachgelagerte Aktivitäten können Hersteller die hohe Qualität der Materialien für ihre Produkte besser sicherstellen. Für Biotech-Unternehmen kommt es ganz entscheidend auf Präzision an. Hier können bereits geringste Abweichungen bei den bezogenen Ausgangsmaterialien, der verwendeten Geräte oder angewandten Prozesse verheerende Auswirkungen haben – von nicht konformen Materialien und nicht spezifikationsgerechten Produkten bis hin zu Produktionsstillständen und Produktrückrufen.
Eine Beeinträchtigung oder Verschlechterung der Qualität ades Lieferanten kann einen  negativen Einfluss auf die gesamteVersorgungskette des Herstellers haben.

Eine
komplexe globale Versorgungskette kombiniert mit strengen Qualitäts- und Compliance-Anforderungen für Upstream-Aktivitäten verstärkt die Bemühungen der Hersteller, um sicherzustellen, dass sie hochwertige Materialien für ihre Produkte einsetzen. Für Biotech-Unternehmen kommt es ganz entscheidend auf Präzision an. Hier können bereits geringste Abweichungen bei den bezogenen Ausgangsmaterialien, verwendeten Geräte oder angewandten Prozessen verheerende Auswirkungen haben – von nicht konformen Materialien und nicht spezifikationsgerechten Produkten bis hin zu Produktionsstillständen und Produktrückrufen.

Wenn sich Hersteller der Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Lieferanten nicht sicher sein können, ist es schwer für sie, Mängel im Qualitätssystem des Lieferanten zu erkennen, ganz zu schweigen von den Folgen der Verbreitung schlechter Ausgangsmaterialien.

Lieferanten-Audits verschaffen Herstellern eher einen Einblick dazu, ob die Produkte und Prozesse eines Lieferanten einen definierten Qualitätsstandard wie MasterControl einhalten. Senior Technical Product Manager Terrance Holbrook erklärt für Herstellung von Medizinprodukten

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Lieferanten wird erwartet, dass sie ihre Leistung selbst messen. Die Hersteller sollten jedoch mit ihnen gemeinsam klare Qualitätsanforderungen für ihre Lieferanten aufstellen. Die Hersteller müssen eigene Kennzahlen und Leistungskennzahlen (KPIs) für die Leistung der Lieferanten definieren. Laut Holbrook müssen sie eigene unabdingbare Eigenschaften und Fähigkeiten für das Qualitätssystem eines Lieferanten festlegen. Holbrook kann auf mehr als 18 Jahre Branchenerfahrung in Bereichen der Herstellung zurückblicken.

Die Kriterien zur Messung der Qualität und damit verbundener Aktivitäten lassen sich auf unzählige Weise kombinieren. Hierzu zählen: Abweichungen und mangelnde Konformität, gesetzliche Zertifizierung, Korrekturmaßnahmen, Änderungssteuerung, Beschwerdeverlauf, Rücklaufquoten, Rohstoffketten-Überwachung, Dosierprozesse und Produktionsprotokolle.

Mit einem Audit-Formular oder einer Umfrage mit speziellen Bewertungsfragen können Hersteller nach Anzeichen suboptimaler Qualität bei Lieferanten Ausschau halten. Hierzu zählen: hohe Raten an Ausschuss und nicht konformen Produkten, fehlerhafte/unvollständige Chargendokumentation und KPIs unterhalb des Branchenstandards.

Anhand der Audit-Ergebnisse können Hersteller Probleme in Bezug auf Prozesse, Schulungen und Dokumentation mit Auswirkungen auf die Qualitätskennzahlen des Lieferanten erkennen und dem Lieferanten zu einem höheren Qualitätsstatus verhelfen.

So verhelfen Sie Ihrem Lieferanten zu einem höheren Qualitätsstatus

Nachdem Hersteller und Lieferant die Ursachen für die mangelnde Qualität des Lieferanten erkannt haben, können sie gemeinsam Korrekturmaßnahmen festlegen, die innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens zu implementieren sind. Der Hersteller aktualisiert den Bewertungsbogen des Lieferanten um die während des Audits erkannten Qualitätsprobleme sowie die Festlegung regelmäßiger Lieferantenbewertungen (z. B. in Form von Mini-Audits).

Die erfolgreiche Implementierung von Korrekturmaßnahmen beim Lieferanten setzt einen Managementprozess voraus, der weniger auf speziellen Lösungen als auf einer aktiven und kontinuierlichen Zusammenarbeit basiert.

Der Lieferant kennt sich mit seinem eigenen Qualitätssystem vermutlich besser aus als der Lieferant. Daher kann die Forderung nach konkreten Lösungen oft mehr Schaden als Nutzen bewirken. So kann ein bereits kompliziertes Qualitätssystem noch komplizierter werden und in Zukunft weitere Probleme verursachen.

Um den Lieferanten bei der Verbesserung seines Qualitätsstatus zu unterstützen, sollte man vielmehr eng mit ihm zusammenarbeiten, um eine offene Kommunikation zu ermöglichen, Kriterien für die Qualitätsleistung zu entwickeln und zu dokumentieren und wesentliche Qualitätsprobleme und Korrekturmaßnahmen zu erkennen. Um “einen besseren Einblick in die Qualität des Lieferanten zu erlangen, bessere Qualitätsprozesse zu ermöglichen und hochwertigere Teile zu erhalten”, sollten Hersteller, nach Holbrook, Lieferanten in den Qualitätsprozess einbinden.

Um mehr über die Umsetzung kooperativer Lieferanten-Audits und die Anwendung von Qualitätsmanagementwerkzeugen für eine erfolgreiche Umsetzung von Qualitätsmaßnahmen beim Lieferanten zu erfahren, lesen Sie den Artikel von Terrance Holbrook zur Herstellung von Medizinprodukten.


David Butcher schreibt seit über zehn Jahren über Business- und Technologietrends im industriellen B2B-Bereich. Momentan ist er Marketing Communications Specialist bei MasterControl. Zuvor arbeitete er als Redakteur für den Bereich Industry Market Trends von ThomasNet News sowie als Redaktionsassistent für den Bereich Customer Interaction Solutions der Technology Marketing Corp.Er verfügt über einen Bachelor-Abschluss in Journalismus der State University of New York, Purchase.