Champagner – Seele jeder Festlichkeit, Tradition der Qualität


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Es gibt kaum ein anderes Getränk, das so eng mit feierlichen Anlässen verknüpft ist wie Champagner. Nun, mitten in der Festtagssaison, sehnen sich viele Menschen nach Gemütlichkeit und Geborgenheit. Deswegen kam mir die Idee, etwas über die Geschichte und die Vorzüge dieses Kultgetränks zu schreiben.

Es scheint unendlich viele Gelegenheiten zu geben, die nach dem Öffnen einer Flasche Champagner verlangen – Feiertage, Hochzeiten, ein NASCAR-Gewinn, der fertige Abwasch und vieles mehr. Ganz unabhängig vom eigentlichen Grund für die Feier liegt es Champagnerherstellern am Herzen, ihren Konsumenten zu vermitteln, dass jede Rezeptur, jede Zutat und die Arbeit, die in ihrem schäumenden Elixir stecken, in einem Wort zusammengefasst werden können: Qualität.

Namen sind nur Schall und Rauch

Per Definition darf sich ein Wein nur dann Champagner nennen, wenn er in der französischen Region Champagne hergestellt wurde. Laut dem Bureau de Champagne gibt es zahlreiche Schaumweine auf der ganzen Welt, doch darf der Name Champagner nur auf ein Etikett gedruckt werden, wenn das Produkt aus Trauben besteht, die unter strenger Kontrolle in der Champagne angebaut und geerntet werden. Alles andere könnte genauso gut auch einfach aus der Leitung kommen.

Traditionell war der Name Champagner unter französischen Winzern schon immer sehr angesehen. Jahrzehntelang nahmen sowohl Champagnerhersteller als auch Regierungsbehörden große Strapazen auf sich, um die Echtheit und den Charakter von Namen und Produkt zu bewahren. Somit darf der Champagner nur aus drei Traubensorten bestehen: Chardonnay, Pinot Noir und/oder Pinot Neunier. Wenn also Champagner auf der Flasche steht, darf auch nur Champagner drin sein.

Messlatte für Qualität

Es war noch nie einfach, die Tradition und den Namen Champagner zu schützen. Seit Anfang der 1930er Jahre wurden Behörden eingerichtet, aufgelöst, wiedereinberufen, ersetzt, umorganisiert und umbenannt, und das alles nur mit einem Ziel: Sicherzustellen, dass Weine mit dem Namen Champagner auch ein authentisches Produkt blieben. Die aktuell zuständige Behörde ist das Comite Interprofessional du Vin de Champagne (CIVC), das Champagnerherstellern strenge Regeln zu Qualität und Authentizität vorschreibt.

Der Champagner selbst ist nicht nur einfach ein Getränk. Für die meisten Menschen grenzt es an wahre Euphorie, wenn sie den Champagnerkorken knallen lassen und die Hälfte des Getränks einem Geysir ähnlich heraussprudelt, bevor sie den ersten Schluck des kristallklaren Nektars kosten. Champagnerrezepte werden über Jahrzehnte hinweg mit Hingabe verfasst, weiterentwickelt und perfektioniert, doch immer steht das gleiche Ziel im Mittelpunkt – die Erwartungen der eigenen Kunden zu erfüllen. Diesen Umstand brachte Winston Churchill 1918 auf den Punkt, als er sagte: „Denken Sie daran, meine Herren, nicht nur für Frankreich kämpfen wir, sondern auch für Champagner.“

Wie der Champagner seinem Namen gerecht wird

Wenn man diese romantischen Betrachtungen jedoch einmal beiseite lässt, befassen sich Behörden wie das CVIC neben der strengen Regelung der Herstellungs- und Qualitätssicherungsprozesse für Champagner auch fortlaufend mit der Evaluierung neuer Techniken für die weitere Verbesserung der Produkte. Die behördliche Beaufsichtigung der Qualitätsprozesse beginnt schon beim Zurechtschneiden der Weinstöcke und deckt sämtliche Produktionsphasen bis hin zur Etikettierung ab. Diese Liebe zum Detail zeigt uns, dass Qualitätsmanagement ein zentraler Aspekt der Champagnerherstellung ist.

Obwohl die Winzer unter strengster regulatorischer Aufsicht arbeiten, möchten sie den behördlichen Anforderungen auch freiwillig so gut wie möglich gerecht werden. Neben dem authentischen Namen dient der Branche auch die Aufrechterhaltung des guten Rufs ihres weltweit respektierten Produkts als Motivationsfaktor. Viele Winzer gehen dabei in ihren Anforderungen sogar noch über die behördlichen Vorgaben hinaus. Wie bei allen gesetzlich reglementierten Produkten reicht die einfache Einhaltung der Behördenvorgaben nicht immer aus, um auch ein hochwertiges Produkt garantieren zu können.

Die einfache #Einhaltung der #Behördenvorgaben reicht nicht immer aus, um auch ein #hochwertiges Produkt garantieren zu können. so @MCMasterControl http://bit.ly/2SoJERy

Qualität bis ins kleinste Detail

Ähnlich der CIVC gibt es auch anderswo Behörden, die sicherstellen, dass Vorgaben strikt eingehalten werden und Qualität ein Kernaspekt des Herstellungsprozesses ist. Konsumenten erwarten von Produkten – mit Recht – ein gewisses Qualitäts- und Leistungsniveau.

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Schon in der Anfangszeit der Champagnerherstellung wurden Winzer mit zahlreichen Herausforderungen dabei konfrontiert, sicherzustellen, dass jeder einzelne Tropfen ihrer Produkte höchsten Qualitätsstandards entsprach. Wie bei allen regulierten Produkten ist beispielsweise eine umfassende und genaue Dokumentation notwendig, um die eigene Konformität nachweisen zu können. Wenn es um Qualitätsprozesse ging, hielten französische Winzer an der Überzeugung fest, dass etwas, das nicht dokumentiert ist, von jemand anderem hergestellt worden sein musste.

Die behördlichen Regelungen forderten besondere Verfahren, die sicherstellen sollten, dass alle als Champagner vermarkteten Produkte auf ähnliche Weise hergestellt wurden. Somit lag es an den Winzern, jedes Verfahren von Hand aufzuzeichnen: Von der Bewirtschaftung ihrer Weingüter, der Aussaat und Ernte der richtigen Trauben bis hin zur Kombination der richtigen Zutaten im passenden Verhältnis in jeder einzelnen Flasche.

Für die ersten Champagnerhersteller war es wohl weniger kompliziert, die passenden Dokumente für etwaige Prüfungen zusammenzustellen und aufzubewahren. Mussten Änderungen gemacht werden, strich man höchstwahrscheinlich einfach einen Abschnitt aus und formulierte ihn am Rand des Blattes neu. Dem Ganzen folgte ein ähnlich nahtloser Prüfprozess:

  • Dokumentenkontrollmanager brachten die Dokumente einfach zu den Verantwortlichen und ließen sie nacheinander absegnen.
  • Champagnerhersteller machten sich keine Sorgen über die Verzögerung einer Auslieferung, während sie darauf warteten, dass alle Verantwortlichen nacheinander die aktualisierte Dokumentation lasen und absegneten.
  • Prüfer hatten sicher viel Spaß damit, den Änderungsverlauf dieser Dokumente nachzuvollziehen, die mehr handschriftliche Unterschriften zierte als das Autogrammbuch eines Teenagers.

Gleiche Tradition – bessere Qualitätsprozesse

Zur Freude der Champagnertrinker überall auf der Welt bemüht man sich auch weiterhin darum, den Namen Champagner und seine Produktintegrität zu bewahren. Glücklicherweise stehen den Champagnerherstellern heute Technologien zur Verfügung, die es ihnen zunehmend einfacher machen, die jahrhundertelange Tradition hochwertiger Produkte fortzuführen. Mit zunehmendem Wettbewerb und immer strengeren Richtlinien gewährleistet eine digitale Qualitätsmanagementlösungwie MasterControl durchgehende Konformität und Bereitschaft für Kontrollen – jederzeit.

Lassen Sie uns während der Festtage das Glas erheben und auch auf die Champagnerhersteller anstoßen, die sich ihrem Handwerk mit Hingabe widmen. Mögen sie ihre Tradition der Qualität auf ewig bewahren und auch weiterhin erfolgreich gewährleisten, dass ihre einzigartigen Produkte schneller und effizienter produziert werden – durch Implementierung einer digitalen Qualitätsmanagementlösung.


Referenzen:

  1. “Champagner stammt nur aus der französischen Region Champagne,” offizielle Website der Champagne, https://www.champagne.fr/de/comite-champagne/weltweit/bueros/usa/pages/protection-of-the-champagne-name
  2. “A Toast to the Good Life: Exploring the Regulation of Champagne,” Wickes, Margaret, L, Digital Access to Scholarship at Harvard, Apr. 2003. https://dash.harvard.edu/bitstream/handle/1/8852109/Wickes.pdf?sequence=1

 

2016-nl-bl-author-david-jensenDavid Jensen ist Spezialist für Marketingkommunikation bei MasterControl. Er verfasst seit über zwei Jahrzehnten technische, Marketing- und PR-Texte für die Bereiche Technologie, berufliche Weiterbildung, Wirtschaft und behördlich regulierte Umgebungen. Er hat einen Bachelor in Kommunikation von der Weber State University und einen Master in Fachkommunikation vom Westminster College.